
Kommentierte und erweiterte Neuauflage 2020
Die ACK hat ihren Friedensappell von 2016 durch ein aktuelles Wort zu Frieden und Sicherheit ergänzt. Rechtzeitig zum Gedenken an das Kriegsende vor 75 Jahren ist diese Orientierungshilfe als kommentierte Neuauflage des Friedensappells jetzt erschienen.
Schon 2016 hatte die ACK einen Friedens-Appell veröffentlicht, in dem ein Umdenken gefordert wird: „Weg von einem Sicherheitsdenken, das der militärischen Logik folgt, hin zu einer umfassenden und vorausschauenden Friedenspolitik.“
„Auch die Kirchen“ heißt es in dem Friedensappell, „müssen bekennen, dass sie in Konflikten oft eher Teil des Problems als der Lösung gewesen sind. Dabei haben gerade sie ein besonderes Friedenspotential. Denn ihnen ist eine Verheißung gegeben, die größer ist als ihre eigenen Möglichkeiten: der Friede als Gabe Gottes, die allen Menschen und der ganzen Schöpfung zugedacht ist.“
Heute besteht die Herausforderung darin, dass angesichts der zunehmenden Unübersichtlichkeit der Weltpolitik die Frage des Friedens nicht isoliert betrachtet werden kann. Zur berechtigten Sorge um den Frieden gehört notwendig der Einsatz für Gerechtigkeit in der Welt und für die Bewahrung der Schöpfung.
In der Neuausgabe wurde der Friedens-Appell, ergänzt durch zahlreiche Anmerkungen, weiterführende Informationen und Links. So ist eine anregende Arbeitshilfe daraus geworden. Außerdem hat die ACK ein „klärendes Wort zu Frieden und Sicherheit“ hinzugefügt. Darin wird vor „trügerischen Sicherheiten“ gewarnt, auf die wirklich tragfähigen Grundlagen für Frieden und Sicherheit hingewiesen – und dazu aufgerufen, „Frieden zu wagen“.
In Zeiten steigender Rüstungsausgaben trotz der weltweiten Erschütterung sozialer und wirtschaftlicher Gefüge ist das ein hochaktueller Beitrag!
Die Broschüre (24 Seiten) ist zu beziehen bei der ACK-Geschäftsstelle.
(€ 1,- zzgl. Versand)
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Friedenslogik auch in Kriegszeiten stärken!
Resolution der Ökumenischen Tagung
„Friedensethik, Waffenexporte, Konversion“
7.-8. April 2022 in Straßburg
- Angesichts des brutalen Angriffskriegs Russlands und des unsäglichen Leids in der Ukraine müssen wir ernüchtert feststellen, dass weder Sicherheitsarchitekturen und militärische Abschreckung noch friedensstiftende Bemühungen und diplomatische Anstrengungen diesen Krieg verhindert haben.
- Aber im Vertrauen auf die biblische Friedensverheißung und im Blick auf unseren christlichen Friedensauftrag fallen wir nicht zurück in alte Reaktionsmuster der Aufrüstung.
- Sondern wir bekräftigen gerade angesichts des schrecklichen kriegerischen Ernstfalls folgende Forderungen:
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- die konsequente Weiterverfolgung der Rüstungskontrolle durch eine Wiederaufnahme der weltweiten Abrüstungsbemühungen.
- die Stärkung ziviler Krisenprävention und Konfliktbearbeitung und deren Finanzierung.
- eine menschenrechtsbasierte Migrations- und Asyl- Politik.
- die Verabschiedung eines wirklich restriktiven deutschen Rüstungsexportkontrollgesetzes, das Transparenz für eine öffentliche Debatte gewährleistet und ein Verbandsklagerecht beinhaltet.
- Dass eine Europäisierung der Rüstungspolitik einhergehen muss mit entsprechenden Kontrollmechanismen.
- Dabei berufen wir uns auf:
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- die Ächtung von Kriegen in der UN Charta (Gebot des Gewaltverzichts)
- die Werte der europäischen Union
- das Friedensgebot im Grundgesetz
Wir behaften die politisch Verantwortlichen bei diesen geltenden Grundsätzen.
Vollständige Resolution als PDF zum Herunterladen: Quelle: ACK-BW
Quelle: ACK-BW