Eingeladen sind jedes Jahr alle Vertreterinnen und Vertreter lokaler Arbeitsgemeinschaften, Delegierte und Kommissionsmitglieder der ACK in Baden-Württemberg sowie alle ökumenisch Interessierten.
Die Jahrestagung beschäftigt sich mit aktuellen ökumenischen Fragen und knüpft Verbindungen zur Ökumene am Ort.
ACK-Jahrestagung 2026
Ethische Urteilsbildung in und zwischen den Kirchen
am 23.10. und 24.10.26 in Stuttgart-Hohenheim
Zunehmend sind es nicht nur dogmatische, sondern vor allem ethische Fragen, die in und zwischen den Kirchen strittig sind. Wie kommt es, dass Christen, die auf die Heilige Schrift und den Heiligen Geist vertrauen, sich in ethischen und politischen Fragen nicht einig sind? Und dass darüber Spaltungen entstehen?
Es kommt daher, dass alle Beteiligten Menschen sind und von vielen weiteren – und zwar je verschiedenen – Faktoren und Erfahrungen bestimmt werden und dass unsere Welt ständigen Veränderungen unterworfen ist. Diese zu beachten ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, einander zu verstehen und Gemeinschaft mit einander zu haben trotz unterschiedlicher ethischer Orientierungen.
Ein Studienprozess des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK, Kommission für Glaube und Kirchenverfassung) arbeitet seit 20 Jahren an Verstehens- und Verständigungshilfen mit dem Ziel, angesichts ethischer Differenzen weitere Polarisierungen zu verhindern und auch in der Zerreißprobe Gemeinschaft zu stärken.
An exemplarischen ethischen Konflikt-Themen kann verständlich gemacht werden, wie auch bei gemeinsamer Basis verschiedene Faktoren zu unterschiedlichen ethisch-moralischen Positionierungen und Praktiken führen. Dies ermöglicht einen konstruktiven Umgang mit ethischen Differenzen – in zwischenkirchlichen wie innerkirchlichen Debatten. Und es baut Vertrauen auf.
Auch unsere säkulare Gesellschaft und manche politische Bündnisse sind durch ethische Konflikte gespalten. Hier eröffnet der ökumenische Verständigungsprozess den Kirchen die Chance, nicht nur Teil des Problems zu sein, sondern Teil der Lösung zu werden.
Unsere Tagung folgt den Spuren des ÖRK-Prozesses und führt in seine entscheidenden Erkenntnisse ein. Zwei Hauptreferate stellen die wichtigsten Stationen und Dokumente vor. An konkreten Beispielen und auf spezifische Fragestellungen bezogen bieten die Arbeitsgruppen dann Gelegenheit zur Vertiefung. Zum Abschluss fragen wir nach den ökumenischen Chancen, die sich für uns ergeben. – Herzliche Einladung!
Die Tagung erinnerte an 500 Jahre „Täufer“ – eine reformatorische Bewegung, in der viele Christinnen und Christen als mündige Menschen gemeinsam und konsequent ein Leben führen wollen, das sich an biblischen Maßstäben ausrichtet. Ihre Ideale sind die Freiheit des Glaubens und die Gewaltlosigkeit. Sie haben viel gewagt und dafür Verfolgung, Vertreibung und Diskriminierung in Kauf genommen.
Wir haben gemeinsam darüber nachgedacht, was die täuferischen Themen und Überzeugungen für unser gemeinsames Christsein bedeuten in der Welt des 21. Jahrhunderts. Kirchen und Gemeinden, die sich auf die Täuferbewegung der frühen Neuzeit zurückführen oder mit ihr verbunden wissen, erinnern 2020-2025 an die erste „Glaubenstaufe“ 1525 in Zürich.
Neben der Wittenberger und der Schweizer Reformation bildeten die Täufer die dritte reformatorische Strömung im 16. Jahrhundert – von den anderen „Religionsparteien“ gleichermaßen abgelehnt. Zur Täuferbewegung gehören so unterschiedliche Gruppen wie die Mennoniten, die Hutterer, die Schweizer Brüder, die Melchioriten und viele kleinere Gemeinden. Auch Baptisten und Quäker, die im Zusammenhang mit der englischen Reformation zu Beginn des 17. Jahrhunderts entstanden, zählen zum weiten Spektrum der täuferischen Kirchen.
Besonders mit Baden-Württemberg verbunden ist das Schicksal von Michael Sattler, bis 1523 Prior des Benediktinerklosters St. Peter, der sich zu den Täufern bekannte und deshalb 1527 zusammen mit seiner Frau Margaretha in Rottenburg hingerichtet wurde.
Während der gesamten Tagung bestand die Möglichkeit, sich die Wanderausstellung „Gewagt! 500 Jahre Täuferbewegung 1525 – 2025“ anzusehen. Alle Teilnehmenden bekamen das Begleitheft zur Ausstellung.
Multilaterale Ökumene - Geschichte, Gegenwart und Zukunft
27.-28.10.2023 Evangelische Akademie Bad Boll
Die Jahrestagung 2023 der ACK in Baden-Württemberg nahm ein doppeltes Jubiläum zum Anlass für Rück- und Ausblicke auf eine immer vielfältigere ökumenische Landschaft. Die multilaterale Ökumene wird in der ACK deutschlandweit seit 75 Jahren, in Baden-Württemberg seit 50 Jahren praktiziert und vorwärts gebracht. Ihr gehört die Zukunft. Mit Wolfgang Thönissen blickte zunächst ein bedeutender Ökumeniker auf Anfänge, Entwicklungen und Zukunft der ACK.
In Arbeitsgruppen kamen konfessionelle Perspektiven der multilateralen ökumenischen Zusammenarbeit zur Sprache. Ökumenische Partnerorganisationen sorgten mit Info-Ständen und Gesprächsangeboten für aktuelle Horizonterweiterungen. Ein hochkarätig besetztes Podium diskutierte abschließend künftige Herausforderungen, Chancen und Potentiale der multilateralen Zusammenarbeit für Kirchen und Gesellschaft.
Angesichts steigender Covid 19 – Infektionsraten und der stetigen Zunahme von amtlich ausgewiesenen Risikogebieten auch in Baden-Württemberg haben wir uns entschlossen, die Tagung nicht als Präsenzveranstaltung, sondern online durchzuführen. Wir danken allen, die dabei waren.
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Rückblick Jahrestagung 2019 in Bad Boll
„Europa als Wertegemeinschaft – Was ist uns Gemeinschaft wert?“
Jahrestagung 2018 in Stuttgart-Hohenheim, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart:
Freitag 19.10. und Samstag 20.10.2018
Thema: Diakonische Gemeinde -- "Der Himmel am Boden"
Diakonisches Handeln gehört zum Auftrag der Gemeinde Jesu und ist ein wesentlicher Teil des christlichen Zeugnisses. Jeder Gottesdienst ist Diakonie – in Fürbitte, Kollekte und gegenseitiger Tröstung. Christliche Gemeinden sind diakonisch – im Unterhalt einer Kindertagesstätte, im Besuchsdienst, in der Flüchtlingsarbeit, in der Vesperkirche.
Natürlich können sie längst nicht alles leisten, was notwendig wäre. Viele unter ihnen sind von Kürzungen und Einsparungen betroffen. Während der Staat sich zunehmend aus der sozialen Verantwortung zurückzieht, ruhen auf den Kirchengemeinden steigende Erwartungen: Wer sorgt sich um Flüchtlinge, unverstandene Kinder, einsame alte Menschen, ihre Angehörigen oder um Menschen ohne Wohnung? Rasch kann da das Gefühl aufkommen: Diakonie – auch das noch! Das ist doch Aufgabe der professionellen Dienste und Einrichtungen.
Aber Krisen und Strukturüberlegungen sind auch Chancen für die Gemeinden, um neu über ihren Auftrag und ihre Möglichkeiten nachzudenken. Kirchengemeinden wissen um die Sorgen und Nöte der Menschen. Sie arbeiten an der Basis und auf dem Boden der Tatsachen. In Gottesdiensten, in Gemeindekreisen, im wachen Blick auf die Umgebung einer Gemeinde wird deutlich: Bedürftigkeit ist kein Makel einiger, sondern die Grundsituation aller Menschen. Jeder Mensch ist zum Ebenbild Gottes geschaffen und soll teilhaben an Gottes Gaben. Auf diesem Weg können die professionellen Einrichtungen der Diakonie und der Caritas hilfreiche Partner sein für eine fruchtbare Zusammenarbeit im Dienst der Menschen am Ort.
Szenen und Zeugnisse aus Kirchen, Gemeinden und Einrichtungen
Vortrag „Gemeinde und Diakonie - ein Netz das trägt!?"
Pfarrer Hans W. Höroldt, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Leverkusen
Ideen- und Materialbörse Gemeinden, Diakonie- / Caritas-Verbände und Verantwortliche
Arbeitsgruppen: "Diakonische Gemeinde praktisch: Der Himmel am Boden"
-------------------------------------------------------------------- Die Jahrestagung 2017 fand am 13./14. Oktober in der Katholischen Akademie Freiburg statt zum Thema