GEMEINSAMES WORT für Frieden und Gerechtigkeit - zweisprachig deutsch/türkisch

GEMEINSAMES WORT jetzt auch zweisprachig deutsch-türkisch! 
 
Christen und Muslime in Baden-Württemberg können sich gemeinsam für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen und in der Hilfe für Flüchtlinge engagieren.                       

Dies geht aus dem „Gemeinsamen Wort zum Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit“ hervor. Der – von einem Gesprächsforum mit christlichen und muslimischen Theologen formulierte – Text hat die Zustimmung der meisten islamischen Verbände und Initiativen in Baden-Württemberg und ist von der ACK in Baden-Württemberg veröffentlicht worden.

 „Als Christen und Muslime wissen wir uns nicht zuletzt dadurch zum gemeinsamen Friedens­engagement verpflichtet, dass an vielen Konflikten in der Welt Christen und Muslime beteiligt, in sie verwickelt oder durch sie betroffen sind. Zumal durch fragwürdige oder unzutreffende religiöse Begründungen Konflikte auch verursacht, verschärft oder Lösungen erschwert werden.“ Deshalb sollen sich Christen und Muslime auf ein „Wetteifern im Guten“ einlassen.

Die Unterzeichner verpflichten sich und rufen dazu auf, „gemeinsam bei uns und welt­weit für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung, für die Respektierung der Menschenwürde und der Religionsfreiheit einzutreten.“     

Quelle: ACK-BW

In dem Gemeinsamen Wort heißt es weiter: „Wir wissen ge­meinsam um Gewalt und Aggression. Wir sehen die Aufgabe und auch die Schwierigkeiten der Religions­gemeinschaften, damit umzugehen, weisen aber die Unterstellung zurück, die Religionen selbst seien für Gewalt und Aggression verantwortlich. Darum ver­pflichten wir uns und rufen dazu auf, den Friedensimpuls und das Friedenspotential der Religion neu zu entdecken, zu stärken und zu profilieren.“

Angesichts der Gefahr, dass bestehende Unterschiede verfestigt und neue Gegensätze aufgebaut werden, gehe es um gemeinsame Konfliktbearbeitung und Friedenserziehung, um Aufklärung und Dialog, den Abbau von Vorurteilen sowie um caritativ-wohltätige und entwicklungspolitische Zu­sammenarbeit: „Dass dies keine abstrakte Überlegung, sondern eine praktische Notwendigkeit ist, zeigt uns allen exemplarisch die gegenwärtige Krise in der Bewältigung der Flüchtlingsnot innerhalb und außerhalb Europas.“

Dabei werde deutlich, dass den Religionsgemeinschaften eine ganz besondere Verantwortung zu­kommt: „Christen und Muslime wissen – je auf ihre Weise – ihr Leben und Handeln in der Barm­herzigkeit Gottes begründet und dem Liebesgebot verpflichtet. Viele Christen und Muslime handeln und helfen deshalb ganz selbstverständlich.“ Diese Hilfe beschränke sich nicht nur auf humanitäre Aktivitäten der Barm­herzig­keit und Nächstenliebe bei uns, sondern weise auch die politisch Verant­wortlichen auf die Notwendigkeit hin, Fluchtursachen zu bekämpfen und die Flüchtlingshilfe in den Herkunftsregionen und anderen Aufnahmeländern solidarisch zu unterstützen.

Broschüre, 16 Seiten, Einzelpreis € 1,- pro Exemplar (Staffelpreise möglich)