Ökumene in Zeiten von Corona - Was bedeutet die Pandemie für die Zukunft der Kirchen und der ökumenischen Zusammenarbeit?

 

DOKUMENTATION

 
Jahrestagung 2022
der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen
in Baden-Württemberg
 
Das Wort „Krise“ ist allgegenwärtig. Eine Krise jagt die andere: Flüchtlingskrise, Klimakrise, Corona-Krise … Selbst die weltweite Krise aufgrund des schrecklichen Krieges gegen die Ukraine ist bereits wieder überlagert von der sogenannten Gaskrise wegen der Sanktionen gegen Russland. Bei aller Krisenrhetorik und Hysterie: Krisen sind auch Chancen. Wenn wir sie ernstnehmen und die sich bietenden Herausforderungen als Chancen ergreifen. 

Die Corona-Krise hat Menschen und Kirchen auf Distanz zu einander gebracht. Sie hat die Systemrelevanz der Kirchen in Frage gestellt. Sie hat Gewissheiten erschüttert und Sicherheiten als trügerisch entlarvt. Hat sie uns auch Beten gelehrt? Was haben wir gelernt aus ihr? Gehen wir getrennt oder vereint, geschwächt oder gestärkt aus ihr hervor? Wurden wir nur in Auf­regung versetzt, oder sind wir auch zur Besinnung gekommen? Hat sie uns isoliert und gelähmt, oder lassen wir uns auch herausfordern und ermutigen?

In jeder Krise werden Grundlagen hinterfragt. Grundfragen brechen auf. Als Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen haben wir allen Grund, nach zwei Jahren Corona die grundlegende Frage zu stellen: Was bedeutet diese Krise für die Zukunft der Kirchen und der ökumenischen Zusammenarbeit? Wovon werden wir Abschied nehmen müssen? Welche neuen Formen und Gestalten christlicher Zusammenarbeit werden sich durchsetzen und bewähren? Wie können wir in Zukunft ein glaubwürdiges gemein­sames Zeugnis für Christus geben, um der eigentlich tiefsten Krise zu begegnen, der Krise des Glaubens. 
  
Deshalb gestalten wir unsere Jahrestagung 2022 als „Werkstatt aller ACK-Kommissionen“, in der wir unsere Erfahrungen und Fragen zusammentragen, um gemeinsam Inspirationen und Im­pulse für die Zukunft zu gewinnen. 
 
Die Dokumentation als PDF: